Spector Books

Termine

Spector Books at Artist Book Festival MISS READ

KW Institute for Contemporary Art
3. - 5. September 2010
Öffnungszeiten:
Freitag, 3. September, 15 - 19 Uhr
Samstag / Sonntag, 4.-5. September, 12 - 19 Uhr

Miss read website

Programm

Neuerscheinungen

Die selbe Geschichte an einem anderen Ort / The Same Story Elsewhere

Maya Schweizer:

Die selbe Geschichte an einem anderen Ort / The Same Story Elsewhere

  • Gestaltung: HIT London/Berlin
  • Leipzig 2010
  • ISBN: 978-3-940064-97-4
  • 22.00 €
Free Mumia

Nina Könnemann:

Free Mumia

  • HIT Berlin/London
  • Leipzig 2010
  • ISBN: 978-3-940064-04-2
  • 14.00 €
ZABRISKIE POINT

Olaf Nicolai:

ZABRISKIE POINT

  • 80 Seiten
  • Auflage: 500
  • Cover-Design: Markus Dreßen
  • Leipzig 2010
  • ISBN: 978-3-940064-92-9
  • 28.00 €
Noir Complex

Wolfgang Fetz und Maik Schlüter (Hg.):

Noir Complex

  • 60 Seiten
  • Gestaltung: HIT London/ Berlin
  • Leipzig 2010
  • ISBN: 978-3-940064-03-5
  • 12.00 €

Der amerikanische Schriftsteller James Ellroy zitiert 1993 in einem autobiografisch gefärbten Prosastück C.G. Jung: »Was nicht ins Bewusstsein gebracht wird, kommt als Schicksal auf uns zu.« Das ist Noir: der Spannungsbogen, der zwischen Determination und Analyse, Instruktion und Destruktion, Verstrickung und Ausweg entsteht. C.G. Jungs Diktum lässt sich präzise fassen: Der Aufgabe, das eigene Lebensrätsel zu lösen, entgeht niemand. Wer sich den Tatsachen heute nicht stellt, wird früher oder später vom Echo der Vergangenheit eingeholt. Das eigene Schicksal wird zum Fixstern. Die Dispositionen der Biografie werden zum Zwang. Egoismus ohne Ausweg. Schicksal und Tiefenpsychologie, Zufall und Bestimmung ergeben im Sinne der Noir-Logik immer nur: Aufbegehren und Scheitern. Lemmy Caution in Alphaville: »Man versteht nichts und am Ende stirbt man daran.«

Mit Fotografien von Andreas Schulze, Clare Strand, David Deutsch, Amy Patton, Caroline Hake, Marco Poloni, Jerry Berndt, Charles Gaines, Laura Bielau.

Liner Notes. Conversations about Making Books. i.e. Leipzig

Markus Dreßen, Lina Grumm, Anne König and Jan Wenzel:

Liner Notes. Conversations about Making Books. i.e. Leipzig

  • 224 pages
  • Designed by: Markus Dreßen, Lina Grumm
  • Translated by: Jan Caspers
  • Leipzig 2010
  • ISBN: 978-940064-84-4
  • 10.00 €

FOOTNOTES TO ONE'S OWN PRODUCTION --- In Liner Notes we introduce a number of books produced in recent years by book designers who had studied at the Leipzig Academy of Visual Arts. However we weren't attempting to identify commonalities between these designers or the foundations of a 'school', but rather the very different approaches and attitudes which are evident in their work. However, the definition 'in their work' is rather misleading, because two of the editors, Markus Dreßen and Lina Grumm, had themselves studied book art and graphic design at the Academy of Visual Arts Leipzig while the other two, Anne König and Jan Wenzel, were involved in several of the publications as authors. Thus Liner Notes is also about our own books and the communicative networks in and around the Academy of Visual Arts in which we participate ourselves.

ALIENATING EFFECTS --- How to talk about your own work? What would be an appropriate mode to rigorously avoid the obtrusive, marketing-like appearance all too prevalent in many self-presentations? Which aesthetic attitude would allow you to observe yourself from a playful distance? In Bertolt Brecht's 'Lehrstücken' [Learning Plays], especially in the Messingkauf Dialogues [Buying Brass] which spell out his theory of drama, we discovered performative models which could make our own positions and those of others visible. We liked Brecht's experimental setting which allegorised everyday speech and behaviour. We liked this gestural form of contradiction and affirmation, of exposure and concealment, of simplification and completion, because it allows the portrayal of a highly complex self-concept.

This book is published as an english text supplement to »Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B., Spector Books 2009.

Die Stadt ist unsere Fabrik. / The City is Our Factory.

Christoph Schäfer:

Die Stadt ist unsere Fabrik. / The City is Our Factory.

  • 304 Seiten, 150 Zeichnungen, deutsch / english
  • Gestaltung: Ina Kwon
  • Leipzig 2010
  • ISBN: 978-3-940064-95-0
  • 28.00 €

"Die Stadt ist unsere Fabrik" ist ein Bildessay in 158 Zeichnungen. Der Hamburger Künstler Christoph Schäfer erzählt in sechs Kapiteln eine rhizomatische Geschichte des Urbanen: vom Ur-Schlamm bis zur »Recht auf Stadt«-Bewegung in Hamburg 2009.
Mit dem Aquarellstift zeichnet er die Begriffslandschaften Henri Lefebvres nach, jene "Die Revolution der Städte", die der französische Philosoph in den 1970er Jahren heraufziehen sah. Im postindustriellen Zeitalter, so die These, wird die Stadt selbst zum zentralen Produktionsort. Im urbanen Gewebe spielen Subkulturen, KünstlerInnen, Designer heute eine bedeutende Rolle: als Produzenten von kollektiven Räumen, als Erfinder von Orten des Begehrens. In einer Gesellschaft, in der Leidenschaft und Arbeit, Privatheit und Professionalität zunehmend schwieriger zu unterscheiden sind, wird der Kampf um die Stadt zu einem Kampf um die Produktionsmittel -- zu einem Kampf um das Recht auf Stadt. -- Zu was aber, fragt Christoph Schäfer, könnte ein Produzieren zwischen Latte Macchiato und Selbstorganisation in Zukunft führen? Welche Alternativen lassen sich zum neoliberalen Urbanisierungsmodell entwickeln, das fortgesetzt schwarze Löcher produziert: Finanzkrisen, verschüttete Stadtarchive, Marketing-Idiotismen? -- Ein riesiger, singender Pitbull gibt in "Die Stadt ist unsere Fabrik" die Antwort: "Señoras y Señores! - die Städte der Multitude werden Orte der Leidenschaft sein oder, Ladies and Gentlemen -- sie werden nichts sein!"

Content:
Lefebvre 4 Kids
Der angeeignete Raum / Appropriated Space
1979: Grande Latte - Die Stadt ist unsere Betriebskantine
The City is Our Canteen
Schwarze Löcher / Black Holes
Hamburg: Die "Wachsende Stadt" mit Projekten umstellen /
Surrounding the "Growing City" with Projects
Der Abend den ich gerne als Film hätte /
The evening I would like to have on Film

RÜCKSPIEGEL

Michaela Melián:

RÜCKSPIEGEL

  • 72 Seiten
  • Gestaltung: Keller Maurer Design mit Anja Gindele
  • Leipzig 2009
  • ISBN: 978-3-940064-91-2
  • 12.00 €

Michaela Melián sprach mit Alexander Kluge, Edgar Reitz, Josef Anton Riedl, Hans-Jörg Wicha sowie Knurd Alsleben über die Multimedia-Arbeit VariaVision- Unendliche Fahrt, das Studio für elektronische Musik und die HfG Ulm.

Bereits erschienen

Sylv. Lor. Bel-Air

Lina Grumm:

Sylv. Lor. Bel-Air

  • 68 Seiten, Texte in deutsch/englisch
  • Auflage: 100
  • Leipzig 2010
  • ISBN: 978-3-940064-98-1
  • 8.00 €
Positio

Nicola Reiter:

Positio

  • Gestaltung: Nicola Reiter
  • Leipzig 2009
  • ISBN: 978-3-940064-88-2
  • 34.00 €

Im Juni 2003 wurde in der Allgäuer Gemeinde Durach ein über hundert Jahre altes Buch mit dem Titel »Heiligen-Legende« gefunden. Lose und ohne eine erkennbare Ordnung befand sich zwischen den Seiten des Buches eine Sammlung von Zetteln, privaten Fotografien, Zeitungsausschnitten,Todesanzeigen und christlichen Drucksachen. Das Buch hatte der Bäuerin Walburga Wiedemann gehört. Nicola Reiter nahm es vierzig Jahre nach dem Tod der Bäuerin als Ausgangspunkt für eine eigene Recherche. Akribisch sicherte sie die eingelegten Fundstücke und befragte Dorfbewohner und Verwandte nach der Bedeutung dieser wenigen, oft etwas rätselhaften Spuren eines fremden Lebens. Auf diese Weise erfuhr sie einiges über den Dorfalltag im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Nicola Reiters »Positio« ist ein Spiel mit Rollen und Formaten, ihre Buchgestaltung ist integraler Bestandteil der Erzählung. Von Außen wirkt »Positio« wie ein Dossier oder eine Akte. Dieser amtliche Duktus setzt sich auch im Inneren fort: Die grün umrandeten Seiten erscheinen wie Vordrucke und die Typografie lässt an maschinengeschriebene Archivdokumente denken. Gerade aus dieser Kargheit aber gewinnt Nicola Reiters »Recherche anhand eines gefundenen Buches« ihre poetische Dichte.

Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B.

Markus Dreßen, Lina Grumm, Anne König und Jan Wenzel:

Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B.

  • 256 Seiten
  • Gestaltung: Markus Dreßen und Lina Grumm
  • Leipzig 2009
  • ISBN: 978-3-940064-83-7
  • 35.00 €

Mit dem Internet hat das Buch ein Gegenüber bekommen – so wie das Theater den Film als Gegenüber hat und die Malerei die Fotografie. Endlich ein Echo, ein Double, ein Widerpart - endlich zwei, möchte man sagen. Das, was Bücher ausmacht – ihre materielle Bestimmtheit durch Format, Bindung und die Haptik des Papiers ebenso wie ihre gestalterische Konkretisierung durch Schriftwahl und Seitenbild – tritt als Qualität heutzutage weitaus deutlicher hervor, gerade weil es so unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Texte und Bilder in die Welt zu senden.

Den Ausgangspunkt für die Publikation »Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B.« bildete eine Anzahl Bücher, die in den vergangenen Jahren von Buchgestalterinnen und Buchgestaltern produziert wurden, die an an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert haben. Die Herausgeber Markus Dreßen, Lina Grumm, Anne König und Jan Wenzel interessierte dabei nicht das Verbindende zwischen diesen BuchgestalterInnen, nicht die Konstruktion einer Schule, sondern die ganz unterschiedlichen Ansätze und Haltungen, die in den Büchern sichtbar werden.

Was heißt es, ein Buch zu gestalten? In fiktiven Dialogen und in Gesprächsprotokollen, in denen Buchgestalterinnen detailliert über den Entstehungsprozess eines ihrer Bücher sprechen, geht »Liner Notes« dieser Frage nach. Entstanden ist dabei eine Reflexion im Medium: Ein Buch, das aus Büchern gemacht ist und dessen Gebrauchswert darin liegt, Ideen für neue Bücher zu geben.

Rauschen

Matthias Hamann:

Rauschen

  • 32 Seiten
  • Auflage: 500
  • Gestaltung: Markus Dreßen und Matthias Hamann
  • Leipzig 2009
  • ISBN: 978-3-940064-01-1
  • 12.00 €

Die Fotografien von Matthias Hamann werden vom 11.-25. Juli 2009 in der Galerie ASPN in Leipzig gezeigt.

Screenplay

Clemens von Wedemeyer:

Screenplay

  • 64 Seiten, Texte in engl.
  • Gestaltung: Till Gattmann
  • Leipzig 2009
  • ISBN: 978-3-940064-89-9
  • 10.00 €
Drehbuch

Clemens von Wedemeyer:

Drehbuch

  • 64 Seiten, Texte in dt.
  • Gestaltung: Till Gathmann
  • Leipzig 2005
  • ISBN: 978-3-940064-90-5
  • 10.00 €
Constantin

Olaf Nicolai:

Constantin

  • 28 Seiten + aufklappbare Karte, Texte in dt., engl. und frz.
  • Gestaltung: Markus Dreßen
  • Leipzig 2008
  • ISBN: 978-3-940064-81-3
  • 25.00 €
Rodakis

Olaf Nicolai:

Rodakis

  • Poster + 8 seitiges Heft, Texte in engl. Sprache
  • Gestaltung: Markus Dreßen
  • Leipzig 2008
  • ISBN: 978-3-940064-86-8
  • 8.00 €
A-Z / A=A (s. Identität)

Lina Grumm:

A-Z / A=A (s. Identität)

  • 196 Seiten, 136 Bildtafeln, Texte in dt. Sprache
  • Gestaltung: Lina Grumm
  • Leipzig 2008
  • ISBN: 978-3-940064-85-1
  • 45.00 €

Das Buch erhielt für seine konzeptuelle und gestalterische Qualität den Walter-Tiemann-Förderpreis 2008.

Trona. Armpit of America

Tobias Zielony:

Trona. Armpit of America

  • 32 Seiten (24 Seiten Fotos, 8 Seiten Text)
  • Gestaltung: Pascal Storz
  • Leipzig 2008
  • ISBN: 978-3-940064-00-4
  • 14.00 €

»Es kann auch sein, dass der Junge die Billardkugel nur so hält wie einen Dartpfeil. Es kann sein, dass er sie gar nicht werfen will, sondern nur anschielen. Und es kann sein, dass er das schon seit vielen, vielen Stunden tut. Leute, die auf dem gleichen Zeug sind wie er, sind auch imstande, mehrere Stunden am Stück an ihren Pickeln herumzudrücken, von denen sie allerdings oft auch beträchtliche Mengen haben. Wenn man nämlich ganz genau hinschaut, auf dem Foto von Tobias Zielony, dann kann man zwischen dem Ring mit den Brillies und der Kugel mit der Dreizehn das debile, greisenhafte Grinsen eines Jürgen-Vogel-Gebisses erkennen. Schwer zu sagen, ob man die Serie ›Trona-Armpit of America‹ wegen solcher Momente umwerfend beängstigend oder schon beängstigend umwerfend nennen muss. Der Berliner Fotograf ist in das heruntergekommene kalifornische Chemienest Trona gegangen, weil es ›possibly the worst place in America, if not the world‹ sei, wie es in einem Weblog hieß; und seine Bilder zeigen eine ganze Kleinstadt in der Hand von Produzenten, Dealern und Konsumenten eines kristallinen Stoffes, die die Leute tagelang auf Trab hält und innerhalb von Monaten um Jahrzehnte altern lässt. Chemiker nennen ihn Methamphetamin, die Süchtigen ›Crystal‹ oder ›Meth‹ oder beides, und die Drogenpolitker eine neue amerikanische Epidemie.« Peter Richter in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung