In den 1960er und 1970er Jahren führte die Automatisierung der Datenverarbeitung zur Aufwertung des Verwaltungsapparats: Mess- und Regulierbarkeit wurden zur gesellschaftlichen Utopie. Akribie und Obsession erforscht die Resonanzen des kybernetischen Denkens in künstlerischen und sozialen Praktiken, Architekturen und Technologien. Von der Schreibmaschinenkunst Ruth Wolf-Rehfeldts über die Datenspeicherung des Ministeriums für Staatssicherheit hin zu den kybernetischen Kompositionen von Roland Kayn versammelt der Band Formen der Datenverarbeitung und -visualisierung sowie die kybernetischen Utopien der Science-Fiction-Literatur in der DDR, der geplanten, selbstregulierenden Stadt Etarea und der Akademie der marxistisch-leninistischen Organisationswissenschaft.
Der Verein Zentrum für Netzkunst (gegründet 2019 in Berlin) rekonstruiert, erhält und bewahrt Netzkunst und Netzkultur und ist angesiedelt am Haus der Statistik in Berlin. Mitglieder des Vereins sind !Mediengruppe Bitnik, Tereza Havlíková, Paloma Oliveira, Anneliese Ostertag, Tabea Rossol, Robert Sakrowski und Cornelia Sollfrank.
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Akribie & Obsession









Akribie & Obsession
Ästhetiken und Praktiken der kybernetischen Konjunktur
Anneliese Ostertag/Tabea Rossol/Zentrum für Netzkunst

128 Seiten
zahlreiche s/w- und Farbabbildungen
fadengeheftete Broschur
Leipzig Juli, 2026
ISBN: 9783959055840
Breite: 17 cm
Länge: 23 cm
Sprache(n): Deutsch
Editor
Anneliese Ostertag, Tabea Rossol, Zentrum für Netzkunst
Author
Alexander Amberger, Christian Booß, Wolfgang Ernst, Francis Hunger, Maroš Krivý, Katharina Loeber, Birgit Schneider, Oliver Sukrow, Martin Supper, Michaela Wünsch
Designer
Anna-Luise Lorenz












