Das breit gefächerte Werk der Künstlerin Gabriele Stötzer hat in den letzten Jahren eine enorme Resonanz erfahren, nachdem es über 30 Jahre kaum beachtet worden war. Seinen Anfang nahm es im Untergrund der DDR. Gabriele Stötzer hatte nach der Biermann-Ausbürgerung 1976 eine einjährige Haft verbüßt und sich dann bewusst entschieden, in der DDR zu bleiben. Sie fotografierte, drehte Super-8-Filme, webte, malte, veröffentlichte literarische Texte in Untergrundzeitschriften und Künstlerbüchern, organisierte Mode-Objektshows und Performances mit der Künstlerinnen- gruppe in Erfurt. Am 4. Dezember 1989 besetzte sie gemeinsam mit Gleichgesinnten das Bezirksgebäude der Staatssicherheit in Erfurt – die erste Besetzung einer Stasi-Zentrale, ein Akt des zivilen Ungehorsams, den es in der deutschen Geschichte so noch nicht gegeben hat. Ihre Monografie erscheint anlässlich der Einzelausstellung Dabeisein und nicht schweigen im Martin-Gropius-Bau Berlin, 19. Juni – 6. Dezember 2026.
Gabriele Stötzer, (geb. 1953 in Emleben bei Gotha) lebt und arbeitet als Künstlerin in Erfurt. Einzelausstellungen u. a. in der Klassik Stiftung Weimar, der Galerie Loock (Berlin) und der Galeria Monopol (Warschau). Sie bekam für ihr Werk den Pauli-Preis 2024 in Bremen verliehen.
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Gabriele Stötzer. Die Geister berühren.
Gabriele Stötzer. Die Geister berühren.
Monografie
Anne König/Jan Wenzel

324 Seiten
zahlreiche s/w- und Farbabbildungen
fadenghefter Festeinband
Leipzig Juni, 2026
ISBN: 9783959059480
Breite: 24 cm
Länge: 31 cm
Sprache(n): Deutsch
Editor
Anne König, Jan Wenzel
